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Organisation Blended Learning

Auf die Phase des Lernens zu Hause (siehe Seite: Organisation Lernen zu Hause) folgt jene des Schichtbetriebes (Blended Learning). Während eine Klassengruppe in der Schule präsent ist, widmet sich die andere den Hausübungen. Hier treten neue Herausforderungen an die Organisation auf. Einige Ideen zur Bewältigung dieser Herausforderungen haben wir hier zusammengetragen.

Wie kann ich meine Materialien bei zwei Gruppen pro Klasse sinnvoll organisieren und verwalten?

  • Hier bietet sich eine Lernplattform an. Materialien können verwaltet und Unterricht gestaltet werden, die Hausübungsgruppe hat die Materialien zur Verfügung.
  • Das ist ein guter Zeitpunkt für die Einführung einer Lernplattform, weil mit den Schülerinnen und Schülern in der Präsenzzeit der Zugang zur Lernplattform besprochen werden kann. Es kann auch die Frage geklärt werden, ob alle Schüler/innen über einen Internetzugang und entsprechende Hardwareausstattung zu Hause verfügen. Überlegen Sie sich aber ebreits im Vorfeld gründlich, welche Lernplattform Sie einsetzen möchten.
    Serviceportal Distance Learning (bmbwf)
    Übersicht Lernplattformen
  • Eine Online-Pinnwand wie Padlet o.ä. bietet sich an, damit Online-Übungen, Lernspiele, etc. für beide Gruppe schnell abrufbar und gleichermaßen zugänglich sind.

Wie kann ich Schüler/innen in den Unterricht einbinden, die weiterhin nur zu Hause lernen (Stichwort: Risikogruppe)?

  • Das ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich: wenn Sie im Klassenraum Internet und einen PC/Notebook/o.ä. haben, dann können Sie per Webkonferenz Schüler/innen zu Hause am Unterricht teilhaben lassen.
    • Für den Unterricht in der Klasse kann man vertraute Software verwenden: Class Notebook, Powerpoint, Word, Excel,…
    • Für die Übertragung eignet sich die Bildschirmfreigabe in: MS Teams, Zoom, Skype,.. (siehe: Videokonferenzen). 
    • Es werden also zwei Kanäle gleichzeitig bedient: Projektion (für die Klasse) und Bildschirmfreigabe über eine Videokonferenzsoftware (für das Lernen zu Hause).
    • Bei manchen Lösungen kann man beide Punkte mit einem Produkt bewerkstelligen.
  • Was zu beachten ist:
    • Videokonferenzen sind anstrengend, es ist nur für eine gewisse Zeit sinnvoll, hiermit zu arbeiten, keinesfalls den ganzen Vormittag.
    • Achten  Sie darauf, dass Sie niemandem der Lächerlichkeit preisgeben. Wenn das Videokonferenz-Bild über einen Beamer projiziert wird, dann am besten vorher die Webcam abstellen. Die Rücksprache zwischen LLehrer/in und Distanz-Schüler/innen sollte eher im kleinen Kreis erfolgen.
    • Distanz-Schüler/innen sollten auch die Wortmeldungen der Schüler/innen in der Klasse hören können. Gegebenenfalls wiederholen Sie als Lehrender die Wortmeldung, das kann auch für den Präsenzunterricht hilfreich sein.
  • netzklasse.com wäre als Kombinationslösung eine Möglichkeit (Siehe: Volksschule).
  • Videokonferenzplattformen wie zoom.us haben ebenfalls ein Whiteboard integriert und wären eine weitere Kombinationslösung (Siehe: Videokonferenzen).

Soll ich meinen Unterricht im Schichtbetrieb ausschließlich für das Erarbeiten neuer Inhalte nutzen?

  • Das muss nicht sein. Sie können, wenn es die Ressourcen erlauben, auch nach dem Prinzip des Flipped Classrooms unterrichten. Neue Inhalte werden an den Hausübungstagen mit Hilfe von bereitgestelltem Content erarbeitet. Die Tage in der Schule dienen zur Kommunikation, Diskussion, Beziehungsarbeit, Übung und Vertiefung. 

Was ist eigentlich Flipped Classroom?


Wie kann im Schichtbetrieb trotz aller Einschränkungen vielfältiger Unterricht stattfinden?

Nutzen Sie die Zeit für Beziehungsarbeit, Kommunikation, den Austausch untereinander. Die aktuellen Vorgaben zur Distanz erschweren die Umsetzung von Methodenvielfalt.

12 Of The Most Common Types Of Blended Learning



Beispiele aus dem Schulalltag

PVS Baden: Geteilt und doch zusammen:

Religionslehrer Roman Ottenschläger hat sich zusammen mit der Klassenlehrerin der 1a-Klasse, Tamara Solnitzky, überlegt, wie die Kinder trotz der wechselnden Gruppen eine Gemeinschaft bleiben können. Herausgekommen ist dabei die Idee der Sitznachbarn.

„Ich erinnerte mich an die Übertragungen zu Ostern aus dem Stephansdom. Auf den leeren Kirchenbänken wurden Bilder von Personen aufgestellt, die gerne bei den Gottesdiensten mitgefeiert hätten. So kam mir die Idee, dass jedes Kind sich selber bastelt. Jene Kinder, die Unterricht haben, können sich einen Sitznachbarn oder eine Sitznachbarin aus den Kindern aussuchen, die an diesem Tag zu Hause lernen“, berichtet Ottenschläger von seiner Idee.

Begeisterung zeigte seine Kollegin Tamara Solnitzky und setzte dies gleich um. „Die Schülerinnen und Schüler hatten großen Spaß bei der Erstellung ihres Modells“, erzählt Solnitzky. Sie dürfen sich nun jeden Tag ihren Sitznachbarn oder ihre Sitznachbarin auswählen: „So können wir auch zusammen sein, wenn nicht alle Kinder gleichzeitig da sind.“


VS Ober-Grafendorf: Der mobile Babyelefant

Die VS Ober-Grafendorf hat einen Babyelefanten gebastelt, mit dem die Kinder ihren Abstand zueinander messen können. Täglich gehen die Kinder beim Babyelefanten vorbei, um ihren Abstand abzumessen und ein Gefühl dafür zu bekommen. Außerdem kann der Babyelefant in alle Klassen geholt werden. Jetzt geht es an das Babyelefantenprojekt – Namen finden, Elefantengeschichten schreiben, Elefantenreime erfinden, etc.

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