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Organisation – Lernen zu Hause

Liebe Eltern, die aktuelle Situation ist außergewöhnlich für die Schulen, so wie für uns alle. Wir haben keine Krisenhandbücher. Wir bitten daher um etwas Geduld mit den Schulen.

Liebe Lehrende, die aktuelle Situation ist auch für die Eltern nicht einfach. Bedenken Sie, dass diese neben dem Lernen zu Hause auch Home-Office betreiben müssen oder als Schlüsselfachkraft gefordert sind. Wir sollten daher danach trachten, organisiert vorzugehen.  

Zahlreiche Eltern berichten, dass die Schüler/innen zwar Material erhalten, der Ablauf aber noch nicht abgestimmt ist. Sie bekommen zu viel an Aufgaben, die Kommunikation ist nicht koordiniert und erfolgt über verschiedenste Kanäle. Wie kann man das optimieren? Und: Schön langsam müssen wir Überlegungen anstellen, wie wir im Fernunterricht nicht nur Gelerntes üben und vertiefen, sondern neue Inhalte erarbeiten.

Was könnte dabei hilfreich sein?

Volksschule

In der Volksschule stellt sich in erster Linie die Frage als Klassenlehrerin oder Klassenlehrer, wie man die Kommunikation mit den Eltern und Schülerinnen und Schülern organisieren kann.

Tipps:

  • Planen Sie einen zeitlichen Rhythmus. Schicken Sie den Kindern / Eltern die Arbeitsaufträge immer im etwa selben Zeitfenster. Das reduziert den Stress, immer wieder schauen zu müssen, ob etwas Neues geschickt wurde.
  • Wenn es möglich ist, kommunizieren Sie mit den Eltern und den Kindern getrennt, z.B. mit den Eltern über Schoolfox und mit den Kindern über die verwendete Lernplattform. Das entlastet Eltern, die nicht vor Ort bei ihren Kindern sind.
  • Wie auch im sonstigen Schulleben sind beim Lernen von zu Hause Strukturen wichtig: interne Tages- und Wochenpläne und Arbeitsberichte der Lehrer/innen können helfen, den Überblick zu bewahren.
  • Lehrende müssen nicht rund um die Uhr für ihre Schüler/innen erreichbar sein (siehe: Work-Life-Balance).

„Normalerweise trifft sich die gesamte Volksschule montagmorgens in der Aula, die Woche wird besprochen und Kinder berichten vom Wochenende. Der erste virtuelle Montagstreff war dann ein Video, das ich erstellt habe. Dieses wurde an die Eltern und die Schüler/innen geschickt. Neben der Kommunikation mit den Kindern ist aber auch jene zwischen Lehrer/innen und der Schulleitung gar nicht so einfach. Bei all dem kommen persönliche Worte (per Video, Brief) sehr gut an und bestärken das Gemeinschaftsgefühl.“

Ingeborg Lechner, Leiterin VS und NMS Hürm

„Wichtig ist auch, dass man sich überlegt, wie die Kinder die Rückmeldung erhalten. Jedenfalls sollte sichergestellt sein, dass die Kinder nicht wochenlang etwas falsch üben!“

Angelika Dobrowsky, Leiterin der Praxisvolksschule der PH Niederösterreich

Sekundarstufe I

  1. Wie kann erreicht werden, dass die Eltern die Informationen von der Schule gebündelt bekommen?
  2. Wie kann man die Anzahl der Kommunikationskanäle reduzieren?
  3. Ist es möglich, dass man Rituale einführt, die Informationen immer zu einer bestimmten Tageszeit gesendet werden?
  • Eine Idee: Der Vormittag an der Schule wird strukturiert, Sie sorgen für Rituale. Sie organisieren die möglicherweise notwendige Betreuung der Schüler/innen vor Ort.
  • Sie führen ein Morgenritual mit den Schüler/innen zu Hause ein.
  • Anschließend sammeln die Klassenvorstände die Arbeitsaufträge der Fachlehrkräfte ein, strukturieren, fragen nach, klären ab. Diese Sammlung dient als Vorbereitung für den Folgetag und wird gesammelt zu einem bestimmten Zeitpunkt übermittelt.
  • Damit kann verhindert werden, dass die Eltern täglich 20 Nachrichten via Schoolfox bekommen.
  • Lernplattformen helfen bei diesem Prozess ungemein! (siehe: Plattformen)

Rückmeldungen

  • Wichtig für Lehrende: sind alle Schüler/innen in Kontakt? Sind Sie ausreichend gefordert, nicht überfordert? Kann man Kommunikationsprobleme aus dem Weg räumen?
  • Wichtig für die Schulleitung: funktioniert die Koordination der Lehrenden? Sind die Eltern ausreichend informiert, gibt es Probleme? Eine kleine Onlineumfrage wäre eine Möglichkeit, hier anonymes Feedback zu erhalten.
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5 Kommentare
  • Das digitale Lernen funktioniert bei unserem Kind sehr gut. 1. AHS Unterstufe.
    Meine Bedenken richten sich gegen einen übereilten direkten Schulunterricht, da mein Mann nach Transplantation immunsupressiert ist und auch schon einen Herzinfarkt erlitten hat. Kinder können in der Schule, bzw. während der 25 km Busfahrt zum Unterricht, die Sicherheitsvorschriften gar nicht einhalten. Sollte nun das Kind infiziert werden und Covid 19 nach Hause bringen, fürchte ich, dass mein Mann diesen Umstand nicht unbeschadet übersteht. Ich kann auch nicht tolerieren, dass mein Mann zum Kollateralschaden des Systems wird.
    Ich gehe auch davon aus, dass mein Mann kein Einzelfall ist und solche Personen vom System ebenfalls berücksichtigt werden müssen.

  • Unsere AHS-SchülerInnen der Sek1 und Sek2 werden über MS-Teams betreut. Die Elternverständigung läuft über Schoolfox. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten spielt sich nun diese Form der Kommunikation und des Lernens ein. Arbeitsaufträge werden termingerecht erfüllt und die Kommunikation im LehrerInnenteam funktioniert bestens. Technische Schwierigkeiten können bis auf wenige Fälle über unsere hausinternen EDV-KollegInnen gelöst werden. Die Einschulungen in MS Teams haben unsere EDV-KollegInnen sei es für die SchülerInnen als auch für die LehrerInnen bravourös und in kürzester Zeit durchgeführt.

  • Angebote für Inklusion, Behindertenpaedagogik, lernschwache Kinder (oft fehlt Hardware), deutsch als Fremdsprache, sozialpsychologische Hilfen, Kostenfrage, andere Kommunikationsformen ( Braille, Gebärde, , unterstützte Kommunikation) , Software für Legasthenie, Dyskalkulie, Lernschwächen, Kollaboration begleitend usw. wären dringend notwendig

  • Bei uns sind gsd keine Kinder in der Schule, wir müssen uns anderweitig mit dem Thema Organisation auseinandersetzen.
    Gsd können die Schüler schon sehr viel in Sachen digitales Lernen. Erleichtert vieles!

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